Vortragsthemen Herbst/Winter 2020/2021

Berliner Testament - sinnvoll oder gefährlich?

Häufig entscheiden sich Eheleute für einen gemeinsamen letzten Willen: das sogenannte „Berliner Testament“. Sie setzen sich gegenseitig als Alleinerben ein und verfügen gleichzeitig, dass mit dem Tod des später versterbenden Partners der Nachlass an eine oder mehrere dritte Personen (etwa an die Kinder) gehen soll.

Elke Kestler, Fachanwältin für Erbrecht, erläutert Besonderheiten und Gefahren des „Berliner Testaments“.  Oft werden wichtige Regelungen aus Unkenntnis nicht berücksichtigt – dies kann weitreichende Folgen haben. Haben Kinder keinen Anspruch auf ihren Pflichtteil? Kann der überlebende Partner das Testament noch ändern? Erfahren Sie, wie gefährliche Konstellationen im „Berliner Testament“ vermieden werden können und wie tückische Klippen in diesem Testament umschifft werden können.

Vorsorgevollmacht – brauch ich die?

Wer entscheidet für mich, wenn ich es selbst nicht mehr kann? Wer kümmert sich um meine Pflege? Und wer hat das Recht, in meinem Namen einer medizinischen Behandlung einzuwilligen? In einer Vorsorgevollmacht können Sie genau das festlegen und:  eine Vorsorgevollmacht macht für jeden und in jedem Alter Sinn.

Jeder volljährige Bundesbürger sollte für sich eine Vorsorgevollmacht erstellen. Angehörige sind nicht automatisch vertretungsberechtigt. Nur mit einer Vorsorgevollmacht kann die Bestellung eines gerichtlichen Betreuers wirksam und dauerhaft vermieden werden, wenn man seinen Willen nicht mehr selbst äußern kann.

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, gelten solange sie nicht widerrufen sind, müssen aber der aktuellen Rechtslage im Zeitpunkt ihrer Anwendung entsprechen. Dies ist bei älteren Dokumenten nicht mehr der Fall.

Fachanwältin für Erbrecht, Elke Kestler, erklärt, wie Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung nach aktueller Rechtslage gestalten und auch in Zukunft aktuell halten können.

Liebe ist…wenn man die richtige Vorsorge trifft!

Warum überhaupt rechtliche Vorsorge treffen? Was ist eine Vollmacht? Warum ist eine Patientenverfügung allein nicht ausreichend? Wann wird ein Gericht über eine Betreuung entscheiden? Rechtsanwältin Elke Kestler, Fachanwältin für Erbrecht, definiert wichtige Regelungen der Vorsorge, erklärt Formalien und notwendige Inhalte von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

Regelungen, die jeder für sich treffen sollte! Rechtlich ist es nicht möglich, dass Angehörige oder Ehegatte handeln, wenn jemand seinen Willen nicht mehr selbst äußern kann. Eine automatische Vertretungsvollmacht Volljähriger füreinander ist in der bundesdeutschen Gesetzgebung nicht vorgesehen. Wer möchte, dass sein eigener Wille auch dann gilt, wenn er ihn selbst nicht mehr äußern kann, muss zwingend mittels einer Vorsorgevollmacht vorsorgen. Mit einer Patientenverfügung können konkrete Behandlungsmaßnahmen am Lebensende angeordnet oder ausgeschlossen werden.

Vom weißen Blatt zum Testament

Wie stellt man sicher, dass der „letzte Wille“ wirklich so umgesetzt wird, wie man es wünscht? Wie muss ein Testament aussehen? Was kann wie alles geregelt werden? Wer kann oder wird erben? Kann man jemanden enterben? Wenn ja, wie? Kann zusammen mit dem Ehegatten ein Testament erstellt werden?

Kompetent und aus der Praxis, für jedermann verständlich, erklärt die Fachanwältin für Erbrecht, Elke Kestler, formelle Voraussetzung, inhaltliche Gestaltung und was man beim Abfassen eines Testaments dringend beachten sollte.
Denn in der heutigen Zeit sollte man sich nicht auf die veralteten Regelungen der gesetzlichen Erbfolge verlassen.

Workshop „Dokumentenmappe“ - Wichtige Unterlagen griffbereit! Für den Fall des Falles

Niemand kann unerfreulichen Ereignissen wie Unfall, Krankheit oder Tod entgehen. Aber: man kann und muss vorsorgen! Anhand der Dokumentenmappe, die Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht Elke Kestler in diesem Workshop präsentiert, ist sichergestellt, dass Sie selbst, aber auch Ihre Angehörigen, auf einen Notfall gut vorbereitet sind.

Alle notwendigen Urkunden, Dokumente und Informationen stehen mit der Dokumentenmappe an einer einzigen Stelle zur Verfügung. Angehörige haben in einem Notfall alles griffbereit bei der Hand, um erforderliche Schritte im Notfall schnell einleiten zu können. Die in der Dokumentenmappe enthaltenen Checklisten stellen sicher, dass trotz aller aufkommender Emotionen „im Falle des Falles“ überlegtes Handeln möglich bleibt. Darüber hinaus wird im Workshop dargestellt, was bei Unfall, Pflegebedürftigkeit oder Tod eines nahen Angehörigen zu tun ist.

„Plötzlich und unerwartet verstarb…“ - was nun?

Rechtsanwältin Elke Kestler, Fachanwältin für Erbrecht, erläutert, welche Belastungen auf Angehörige zukommen, wenn beim Tod eines Familienmitglieds von diesem keine ausreichenden Regelungen getroffen wurden.

Ein Familienkrieg und großes Durcheinander lassen sich nur durch eine sinnvolle und rechtlich unangreifbare Nachfolgeplanung vermeiden. Besprochen wird im Vortrag, was bei Errichtung eines Testaments oder bei der Übergabe von Vermögen zu Lebzeiten zu beachten ist, damit der Frieden in der Familie erhalten bleibt.

Erb- und Pflichtteil: Wie passt das zusammen?

Der Erbe erhält das gesamte Vermögen eines Verstorbenen – so glauben das viele! Aber: Nahen Angehörigen, die enterbt wurden, steht ein Anspruch auf Pflichtteil zu. Der Pflichtteil ist der Mindestanteil am Nachlass des Verstorbenen, der per Gesetz bestimmten Verwandten zusteht. Hat der Erblasser noch zu Lebzeiten Vermögen verschenkt, kann dem Pflichtteilsberechtigten aus dem verschenkten Anteil die sogenannte Pflichtteilsergänzung zustehen.

Wer, wann und in welcher Höhe gegen wen überhaupt einen Pflichtteilsanspruch geltend machen kann, darüber informiert Fachanwältin für Erbrecht, Elke Kestler, in ihrem Vortrag,

Wer sein Testament errichten möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, welche Pflichtteilsansprüche durch die Gestaltung entstehen können. Lebensnah und für jeden verständlich erläutert Elke Kestler, wie man Pflichtteilsansprüche bei der eigenen Nachfolgeplanung berücksichtigt und wie man diese rechtssicher ausschließen kann.

Das gesetzliche Erbrecht im jetzt und heute – immer noch alltagstauglich?

Aktuell leben in Deutschland mehr als 40 % aller Familien als Patchwork-Familie. Gesetzlichen Regelungen zu Vorsorge und Erbfolge liegt jedoch ein traditionelles Familienbild zu Grunde, welches von lebenslanger Ehe mit gemeinsamen Kindern ausgeht.  Die heutige Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Möchte man diejenigen Familienmitglieder erbrechtlich bedenken, welche man selbst als zur Familie angehörig ansieht, zu denen jedoch kein rechtliches Verwandtschaftsverhältnis besteht, muss aktiv ein Testament errichtet werden. Da Stiefkinder kein gesetzliches Erbrecht haben, muss man Ungleichbehandlungen zuvorkommen. Wie die zur Familie gehörenden Personen bedacht werden, andererseits aber auch die Ansprüche unliebsamer Personen ausgeschlossen oder zumindest rechtskonform geschmälert werden können, vermittelt Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht Elke Kestler in diesem Vortrag.

Meine Immobilie: verschenken oder vererben?

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht, Elke Kestler, erläutert gesetzliche Voraussetzungen um Immobilien zu Lebzeiten und im Erbfall zu übertragen. Speziell behandelt werden im Vortrag steuerliche Auswirkungen bei Übertragung des selbstgenutzten Eigenheims. Will der Übergeber sich an der zu übertragenden Immobilie eigene Rechte, wie etwa Nießbrauch oder Wohnrecht, vorbehalten, müssen auch die erbrechtlichen Folgen bedacht werden. Steuerrechtlich vorteilhafte Gestaltungen können beispielsweise Pflichtteilsergänzungsansprüche naher Angehöriger auslösen.

Kinder haften für ihre Eltern
Exit-Strategien im Pflegefall

Wie war das?, Eltern haften für Ihre Kinder, so heißt es doch?!, Nein, jetzt, haften die Kinder für ihre Eltern! Wenn Vater oder Mutter zum Pflegefall werden und selbst über keine ausreichenden finanziellen Mittel verfügen, „dürfen“ die Kinder in die Bresche springen. Wie, ob und in welcher Höhe können Kinder für die Kosten der Pflege der Eltern herangezogen werden? Unter welchen Voraussetzungen ist dies überhaupt rechtlich möglich? Welche vorbeugenden Maßnahmen können Kinder und Eltern treffen?

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht, Elke Kestler, klärt auf und beantwortet all diese Fragen für jeden verständlich und schafft eine Entscheidungsgrundlage für notwendige Vorsorgemaßnahmen im Pflegefall. Denn das Risiko ein Pflegefall zu werden, kann jeden von uns treffen.

Leider bin ich „offline“ – gestorben, aber nicht im www!

Immer mal im Internet unterwegs? Wer einen Facebook-, Instagram-, oder Twitter-Zugang hat, sollte sich darüber klarwerden, was mit seinen elektronischen Daten an den verschiedensten – für Otto-Normal-Internet-Benutzer nicht nachvollziehbar – Orten (online und offline) nach seinem Ableben passieren soll. Denn, auch der „Digitale Nachlass“ will vererbt werden. Informationen dazu, wie die verschiedenen Social Media-Plattformen, Onlineanbieter und Internetportale das Thema Digitaler Nachlass handhaben und wie man diesen „vererben“ sollte, vermittelt Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht, Elke Kestler, in diesem Vortrag anschaulich und erläutert dazu die aktuelle Rechtsprechung.

 

Vortragstermine

Wir veranstalten regelmäßig Vorträge zu verschiedenen aktuellen Erbrechtsthemen. Alle Vortragstermine finden Sie hier.


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